Das Kriegsgeschehen 2003: Daten und Tendenzen der Kriege und by Wolfgang Schreiber (auth.), Wolfgang Schreiber (eds.)

By Wolfgang Schreiber (auth.), Wolfgang Schreiber (eds.)

Dieses Jahrbuch informiert über alle Kriege und bewaffneten Konflikte, die im Jahr 2003 geführt wurden. Es beschreibt die strukturellen Hintergründe, den historischen Verlauf sowie die Jahresereignisse jedes Konfliktes und gibt einen zusammenfassenden Überblick über die Tendenzen und Entwicklungen des weltweiten Kriegsgeschehens.
Die Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft Kriegsursachenforschung (AKUF) der Universität Hamburg über die Kriege seit 1945 sind im deutschen Sprachraum die meistverwendete Grundlage einschlägiger Publikationen.

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In Pakistan wurden Auseinandersetzungen zwischen militanten Gruppierungen sunnitischer und schiitischer Muslime ausgetragen, die erstmals im Jahr 2001 als bewaffueter Konflikt eingestuft wurden. Die Gruppen, die sich in diesem Konflikt gegenüber standen wurden im Laufe des Jahres 2002 zusammen mit anderen islamistischen Organisationen, die im indischen Teil Kaschmirs aktiv waren, verboten. Im Jahr 2003 wurden insbesondere sunnitische Gruppen wieder aktiver - nicht nur mit Anschlägen gegen schiitische, sondern auch gegen staatliche Einrichtungen.

Die starke Zuwanderung bengalischer Siedler aus Ostpakistan, dem heutigen Bangladesch, im Zuge der Teilung des indischen Subkontinents (1947) und des Bangladesch- 40 Das Kriegsgeschehen 2003 krieges (1971) wurde von Studenten der All Assam Students Union (AASU), die mit Bengalen um hochqualifizierte Jobs konkurrieren mussten, als Bedrohung ihrer Identität wahrgenommen. Die AASU forderte einen Einwanderungsstopp und die Umsiedlung der nach 1951 eingewanderten Bengalen. Die sozialen Spannungen zwischen der Assambewegung und den bengalischen Einwanderern verstärkten sich seit Ende der 1970er Jahre und eskalierten 1983 erstmals zu Massakern an der bengalischen Bevölkerung.

ULF A-Chefkommandeur Paresh Bartuah verkündete in einem BBC-Interview, seine Organisation plane Vergeltungsanschläge im großen Stil und Kinobetreibern wurden Konsequenzen angedroht, falls sie weiterhin Filme auf Hindi zeigen würden. Lokale Sprecher der Assamesen fllrchten vor allem eine Veränderung der ethnischen Balance in ihrer Region. Ein Generalstreik, der von den Studenten in Assam ausgerufen wurde, brachte Teile des öffentlichen Lebens zum Stillstand. Schulen und Büros blieben geschlossen, die meisten Bahnverbindungen allerdings liefen trotz der vorangegangenen Gewaltakte planmäßig weiter.

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