Das Gleichgewicht halten: Interaktionskontexte von Kindern by Dieter Heitmann

By Dieter Heitmann

​In dem Buch wird der Frage nachgegangen, welche Belastungen in Interaktionskontexten aus der Perspektive von Kindern depressiv erkrankter Eltern als Entwicklungsrisiken angenommen werden müssen, wie diese bewältigt werden und wie sich die Beziehungen zwischen Belastungen und Bewältigungshandeln darstellen. Im Rahmen einer qualitativen Studie wurden Interviews mit Kindern im regulate zwischen 6 und 12 Jahren und deren depressiv erkrankten Eltern durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass Belastungen im Rahmen der innerfamiliären sozialisatorischen Interaktion das subjektive Erleben der betroffenen Kinder dominieren. Die sozialisatorischen Belastungen stellen sich oftmals als psychischer pressure für die Kinder depressiv erkrankter Eltern dar und werden mit unterschiedlichen Bewältigungsanstrengungen beantwortet. In Abhängigkeit davon, ob die Belastungen als Schädigung, Bedrohung oder Herausforderung in primären Einschätzungsprozessen bewertet werden, variiert ihr vulnerabilitätsfördernder Einfluss, der zugleich von verfügbaren Ressourcen bestimmt wird. Das kindliche Bewältigungshandeln ist kontextabhängig risikovermindernd oder -steigernd.

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Insbesondere BMAS 2008; Volkert et al. 2003; Grabka und Frick 2005; Lampert et al. 2010; Lamport und Kroll 2010; Richter und Hurrelmann 2007 3. Zur Sozialisation von lGndern depressiv erkrankter Eltern 48 und durch Merkmale sozialer Ungleichheit bestimmt (Mielck und Helmert 2006). 4 bildet ein Erklärungsmodell gesundheitlicher Ungleichheit ab (Richter und Hurrelmann 2007). Das Modell weist auf das Zusammenwirken materieller Ressourcen und psychosozialer Ausstattung - die wiederum von den Statusmerkmalen Bildung, Berufund Einkommen beeinflusst werden - im Hinblick auf das Gesundheitsverhalten bzw.

Diese Funktion kann im positiven Sinne dazu beitragen, die berufliche Karriere bzw. Stellung durch eigene Anstrengungen und Leistungen zu steuern. Der vierten Funktion, der "Integration und Legitimation", wird eine übergeordnete Bedeutung zugeschrieben. Diese umfasst nicht lediglich die Rechtfertigung schulischer Qualifizierungs- und Allokationsprozesse, vielmehr wird darüber hinaus die Reproduktion von Normen, Werten und Weltsichten institutionalisiert, die zur Stabilisierung der sozialen und politischen Verhältnisse dienen.

Horizontal" meint die Unterteilung der Bevölkerung in Gruppen nach Merkmalen wie dem Alter, Geschlecht, Familienstand und der Nationalität, zwischen denen ebenfalls Ungleichheit bestehen bzw. auftreten kann. Auch der Wohnort oder die Anzahl der Kinder können soziale Ungleichheit zur Folge haben, insofern sind auch dies Merkmale horizontaler Ungleichheit. Da die Grenzen zwischen diesen Gruppen quer zu Grenzen der vertikalen sozialen Ungleichheit verlaufen und sich diese nicht ohne weiteres in eine hierarchische Struktur bringen lassen, wird von horizontaler sozialer Ungleichheit gesprochen.

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